Netzwerktagung mit der Georg-August Universität auf dem Hof Bettenrode zum Thema "Wie lernt eigentlich das Pferd"

Zum zweiten Mal hat die Universität Göttingen zum internationalen Netzwerktag "Pferdewissen" eingeladen. Dieses Mal mit einem Praxisteil auf dem Hof Bettenrode. 250
Teilnehmer waren dazu angereist und konnten sich spannende Beiträge zum Lernverhalten des
Pferdes ansehen.

Prof. Uta König von Borstel stieg dafür mit Erkenntnissen der Wissenschaft zum Thema "
Wie lernt eigentlich das Pferd" ein. Sie konnte den Zuschauern Ihre Aussagen durch praktische
Demonstrationen am Boden gut verständlich nahe bringen. Dafür wurden Übungen
abgefragt, wie über eine Plane gehen und einfache Gehorsamslektionen. Jeder
"Pferdemensch" weiß, wie schwer so scheinbar einfache Dinge für das
Fluchttier Pferd sein können.

Der australische Dressurreiter und Verhaltensexperte Warwick McLean ritt im Anschluss das Pferd "Wirbelwind". Er zeigte eindrucksvoll wie der Mensch das Pferd an neue Situationen
heranführt und man schwierige Situationen in den Kontext der Natur des Pferdes einordnen und lösen kann.

Zum Abschluss stellte Gastgeber Philipp Hess noch ein blindes Pferd vor und zeigte so, wie essentiell Vertrauen im Umgang mit dem Pferd ist. Wenn sich das Fluchttier Pferd ohne Sehvermögen einem Reiter in solch einer Art und Weise anvertraut, ist das gelebte Harmonie und das Ziel der Reiterei.